Kalbarri Nationalpark: Infos, Bilder & Tipps für deinen Besuch

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Kalbarri Nationalpark: Leuchtend rote Schluchten und hellblaue Wasserläufe

Der Kalbarri Nationalpark wurde uns bereits vor unserer Australien Reise wärmstens empfohlen. Er ist einer der großen Sehenswürdigkeiten im australischen Bundesstaat Western Australia und bekannt für seine schroffen Klippen, leuchtend roten Schluchten und Wasserläufe.

Welche Highlights wir entdeckten, haben wir für dich zusammengefasst.

Die Kalbarri Coast

Auf dem Weg zum Kalbarri National Park erwartete uns einer der schönsten Küstenabschnitte auf unserer Reise – Die Kalbarri Coast. Entlang der Straße gibt es jede Menge Aussichtspunkte und an jedem bot sich ein neuer faszinierender Blick auf die Steilklippen. Diese fallen bis zu 100m in die Tiefe und haben atemberaubende Strukturen.

Wer mag kann auch einige Trails entlang der Küste wandern. Wir empfehlen allerdings ein Insektenschutznetz* für den Kopf mitzunehmen, da es sehr viele Fliegen in der Gegend gibt, die es auf die Flüssigkeiten in Augen, Nase und Mund absehen.

Natural Bridge & Island Rock

Den Campingplatz noch nicht erreicht, entdeckten wir plötzlich die Beschilderung zur Natural Bridge. Fängt hier etwa schon der Kalbarri Nationalpark an? Zugegeben, wir hatten uns vorher keine Informationen über den Park besorgt und so wurden wir früher als gedacht mit wahnsinnig tollen Ausblicken auf die Steilklippen belohnt.

Am ersten Parkplatz angekommen, sahen wir auch schon ein paar weitere Besucher, die ohne Unterbrechung mit den Händen vor ihren Gesichtern wedelten. Noch bevor wir den Camper verließen, zogen wir die Schutznetze* über den Kopf und unser Verdacht, dass es bereits jetzt mit den Fliegen los ginge, wurde innerhalb von Sekunden bestätigt.

Kalbarri Nationalpark

Nach einem kurzen Spaziergang hatten wir auch schon die Natural Bridge erreicht. Ein riesiger Bogen ragte aus dem Fels und sah tatsächlich aus, wie eine Brücke.

Kalbarri Nationalpark

Es viel schwer den Blick auf die Klippen und die Wellen, die immer höher an die Felswände schlugen, loszureissen. Dann entdeckten wir den Bigurda Broardwark, der uns direkt zum Island Rock Lookout führte. Auf der 600 Meter langen Strecke kamen wir an weiteren Besuchern vorbei, die sich über unsere Insektennetze* amüsierten. Egal, dachten wir. Dafür mussten wir nicht wie wild mit den Händen fuchteln.

Der Island Rock liegt wie eine kleine Insel vor den Steilklippen. Von dort aus hätten wir weitere 3 Kilometer zum nächsten Lookout wandern können, aber die Hitze war uns einfach zu heftig.

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Shellhouse Grandstand

Nach einer kurzen Autofahrt ging es auf den nächsten Parkplatz am Shellhouse Grandstand. Wir waren super überrascht, dass wirklich jeder Aussichtspunkt problemlos mit dem Camper erreichbar war.

Je weiter wir die Küste entlang fuhren, desto farbenfroher wurden die Klippen.

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Eagle George

Der Eagle George liegt ca. 5 km vom Shellhouse George entfernt. Auch hier bot sich die Gelegenheit das Ziel über einen Wanderweg zu erreichen. Der Bigurda Trail ist insgesamt 8 km lang und verbindet die Aussichtspunkte von der Natural Bridge, bis zum Eagle George. Wenn du die Strecke zu Fuß bezwingen möchtest, solltest du unbedingt viel Wasser einpacken und dir definitiv ein Insektenschutznetz* für den Kopf mitnehmen.

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Red Bluff

Der letzte Stop unseres Küsten-Roadtrips führte uns zum Red Bluff. Nach einem kleinen Aufstieg hatten wir einen atemberaubenden Ausblick auf die Landschaft rund um Kalbarri.

Solltest du zwischen Juni bis November vor Ort sein, kannst du von dort oben die Buckelwale beobachten.

Kalbarri Nationalpark

Der Kalbarri Nationalpark

Nach unserer Übernachtung in Kalbarri ging es früh morgens in den Kalbarri Nationalpark. Den ersten Halt legten wir am Visitor Center ein, um uns erstmal eine Karte des Parks zu besorgen und uns einen Überblick zu verschaffen.

Schnell wurde klar, dass die Distanzen zwischen den Lookouts größer sind als gedacht. Da wir nur einen Tag Zeit hatten, mussten wir die Wanderungen links liegen lassen und uns auf die Aussichtspunkte konzentrieren. Wir hätten mindestens zwei weitere Tage gebraucht, um den Park zu Fuß zu erkunden.

Menarra Hill

Der Meanarra Hill liegt 5 km östlich der Stadt Kalbarri und bot uns auf der erhöhten Aussichtsplattform einen super Blick auf die Stadt Kalbarri und die Mündung des Murchison River.

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West Loop Lookout

Nach 37 km durch die flache und wenig bewachsene Umgebung des Parks erreichten wir den zweiten Aussichtspunkt unserer Tour – den West Loop Lookout. Plötzlich wechselte die Landschaft ihr Gesicht und die flache Ebene verwandelte sich in ein zerklüftetes Sandstein-Gebirge.

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Nature’s Windows

Am bekanntesten ist wohl das Nature’s Window. Schaust du durch dieses Fenster, hast du einen super schönen Blick auf den Murchison River, welcher sich über die letzten 400 Millionen Jahre tief in die Erde gefressen hat und dabei wunderschöne Felsformationen hinterließ.

Um zum Window zu gelangen mussten wir einen kleinen 700m langen Trail bezwingen. Dieser war an sich schon abenteuerlich. Er führte uns über Felsen entlang einer Klippe zum Ziel und war nicht sonderlich abgesichert. In Europa und den USA undenkbar. Aber genau danach hatten wir ja schließlich in Australien gehofft und wir wurden mit einem super Ausblick belohnt.

Hier startet gleichzeitig der Wanderweg „The Loop“. Der ca. 8km lange Trail führt entlang des Murchison River – über Stock und Stein geht es einmal im Halbkreis den Fluss entlang, bis man am Ende wieder am Nature’s Window ankommt.

Kalbarri Nationalpark

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Z-Bend

11 km vom Nature’s Windows entfernt befindet sich die Aussichtsplattform Z-Bend. Von dort hast du einen tollen Ausblick auf die rot leuchtenden Schluchten des Kalbarri Nationalparks und auf den Murchison River. Eine sehr beeindruckende Landschaft.

Wer noch näher an die Felsformationen kommen möchte, kann den 2,6 km langen Z-Bend River Trail bezwingen. Die ersten 500 Meter sollen noch relativ eben sein, danach geht es über Leitern und Spalten hinab zum Fluß. Du solltest unbedingt Wanderschuhe einpacken, um den Trail gefahrlos zu überstehen.

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Hawks Head

Ganze 49 km lagen zwischen dem Z-Bend und dem Hawks Head. Die Luft wurde stündlich heißer und die Strecke schien unendlich lang zu sein.
Es befanden sich nur wenige weitere Besucher auf dem Streckenabschnitt. Die Meisten hielten sich wohl eher in der Gegend am Nature’s Window auf.

So genossen wir den Blick am Hawks Head für uns allein und hatten endlich Zeit ein bisschen durchzuatmen. Erst jetzt stellte sich das Gefühl von völliger Einsamkeit in einer unendlich wirkenden Landschaft ein. Ein Gefühl, dass man in Europa kaum noch kennt. Dort sind wir es eher gewohnt, uns jede Sehenswürdigkeit und jede Parkanlage mit mehreren 100 Leuten zu teilen.

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Ross Graham Lookout & River Walk

Am letzten Stop unseres Ausflugs angekommen, hatten wir dann doch noch Zeit ein bisschen zu wandern und begaben uns spontan auf den River Walk.

Zugegeben, mit einer länge von gerade einmal 700 Metern (Hin- und Zurück) war es nicht gerade die längste Wanderung unseres Lebens, dafür aber eine der Wärmsten. Die nächsten Wanderungen haben wir dann doch lieber nicht mehr in der Nachmittagshitze gemacht.

Kalbarri Nationalpark

Wissenswertes zum Kalbarri Nationalpark

Der Kalbarri Nationalpark umfasst ein Areal von 186.000 ha und ist geprägt von der tief in den Boden gefurchten Schlucht des Murchison River. Die Schlucht ist über 80 km lang und führt vom Landesinneren bis zur Steilküste.
Die spektakuläre Landschaft des Kalbarri Nationalparks ist das Ergebnis von vielen Millionen Jahren geologischer Formation. Die einzelnen Sandschichten lagerten sich bereits vor 400 Millionen Jahre ab und werden bis heute vom Muchison River wieder freigelegt.

Im Frühjahr kannst du ein weiteres Naturwunder im Nationalpark bestaunen. Dann verwandelt sich die Sandwüste in ein wahres Blütenmeer und die sonst trockene Ebene erstrahlt in den verschiedensten Farbtönen. Gleichzeitig ist der Park Lebensraum für zahlreiche Tierarten wie Kängurus, Emus, Pelikanen und tausenden weiterer Vogelarten.

Beste Reisezeit für den Kalbarri Nationalpark

Wenn du gerne eine Wanderung durch den Park machen möchtest, solltest du dies nicht in den australischen Sommermonaten tun. Die Temperaturen können die  40°C Marke überschreiten und das Wetter ist oft trocken und windig.

Das genaue Gegenteil ist in den Wintermonaten der Fall. Dann reichen die Temperaturen von 10°C bis 20°C.

Im Juni und Juli fällt in der Region der meiste Regen. Dann kann es auch zu Straßensperrungen durch Überflutungen kommen und ein Besuch kann ganz schön ins Wasser fallen.

Die wohl beste Reisezeit für den Nationalpark ist Anfang August. Dann beginnen die Wildblumen zu blühen und der Park erstrahlt in einem ganz neuen Licht.

Kalbarri Nationalpark

Anreise & Eintrittspreis

570 km lagen zwischen unserem Ausgangsort Perth und dem Ort Kalbarri. Von dort ist es sehr einfach den Park zu erreichen. Folge der Ajana-Kalbarri Road bis du die Abzweigung in den Nationalpark auf der linken Seite erreichst.

Auf dieser Straße befindet sich auch das Kassenhäuschen, an der du den Eintritt zahlen musst. Aktuell liegt der Eintrittspreis bei 13 AUD pro Fahrzeug.

Unser Tipp: Da es noch weitere Nationalparks auf deinem Roadtrip gibt und du bestimmt mehrere von diesen Parks besuchen wirst, lohnt sich der Kauf eines Holiday Passes. Dieser kostet dich einmalig $46 und beinhaltet den Eintritt für alle Nationalparks im Bundesstaat Western Australia. Den Holiday Pass kannst du ganz bequem online bestellen, ausdrucken und hinter die Frontscheibe deines Campers legen.

Kalbarri Nationalpark camping

Leider gibt es im Kalbarri Nationalpark keine Campingplätze, Lodges oder Hotels. Die besten und nahegelegensten Übernachtungsmöglichkeiten findest du im Ort Kalbarri.

Wir hatten uns einen Platz auf dem Murchison River Caravan Park gemietet. Der Campingplatz liegt sehr zentral im Ort und der Strand ist nur ein paar Meter entfernt. An diesem findet jeden Morgen eine Fütterung der Pelikane statt. Zahlreiche Restaurants und Einkaufsmöglichkeiten finden sich in direkter Nähe zum Campingplatz.

Adresse:
Murchison Caravan Park
92 Grey St.
Kalbarri

Kalbarri Nationalpark

Tipps und Infos für den Kalbarri Nationalpark zusammengefasst

  • Eintritt in den Kalbarri Nationalpark: 13 AUD – Tipp: Holiday Pass für den Eintritt in alle Parks Western Australias.
  • Besuche zuerst das Visitor Center. Hier gibts die neuesten Infos zu Zuständen der Straßen und eine kostenlose Karte mit den Wanderwegen und Aussichtspunkten. Die Wanderungen sind eigentlich für jeden machbar, der gesund ist. Packe aber gutes Schuhwerk ein, da manche Passagen etwas anspruchsvoller sind und du einen guten Halt brauchst.
  • ACHTUNG: Im ganzen Park warten kleine Fliegen auf dich. Packe dir ein Insektenschutznetz* für den Kopf ein. Auch solltest du immer genug Wasser dabei haben, da sich die Gegend recht schnell aufheizt. Sonnencreme ist zwingend erforderlich.
  • Beste Reisezeit: Anfang August, wenn die Wildblumen blühen.
  • Unterkünfte: Es gibt im Kalbarri Nationalpark keine Übernachtungsmöglichkeiten. Suche dir einen Campingplatz im Ort Kalbarri.

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Yvi & Markus

Du möchtest mehr über unsere Reiseroute erfahren? In unserem Artikel „Die Roadtrip Route Perth bis Darwin“ findest du alle Highlights im Überblick.

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Von |2018-10-16T11:34:31+00:0020.08.2018|Abenteuer & Outdoor, Australien, Ozeanien|0 Kommentare

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