Von Quokkas und Traumstränden – Rottnest Island, Westaustralien

  • Quokkas

Quokkas, wilde Küsten und versteckte Pfade

Achtzehn Kilometer vor der Küste von Perth liegt eine nur elf Kilometer lange Insel, Rottnest Island. Die ehemalige Gefängnisinsel durfte auf unserem Roadtrip durch Westaustralien auf keinen Fall fehlen. Wir wollten unbedingt die Heimat der wohl niedlichsten Tierchen Australiens kennenlernen, den Quokkas.

Quokkas leben ausschließlich in Westaustralien und die größte Population findet sich auf Rottnest Island. Die kleinen Mini-Kängurus (Quokka) gelten als die glücklichsten Tierchen der Welt und sind so berühmt, dass du in den sozialen Medien nur nach „happiest animal in the world“ oder #quokkaselfie suchen musst, um mit niedlichen Fotos überschüttet zu werden.

„Rotto“, wie die Insel liebevoll von den Einheimischen genannt wird, hat zudem wunderschöne, wilde Küsten mit kleinen felsigen Buchten und weißen Stränden. Das türkis-blaue Meer eignet sich hervorragend zum abkühlen und schnorcheln.
Die Insel verdankt ihren Namen übrigens unseren Nachbarn, den Holländern. Die niederländischen Seefahrer haben die kleinen Mini-Kängurus (Quokkas) missverständlich als Ratten bezeichnet und der Insel kurzerhand den Namen „Rattennest“ verpasst.

Die Überfahrt ins Quokka Abenteuer

Früh morgens um 6:00 Uhr machten wir den Camper startklar und fuhren zum Hillary Boat Harbour, um gleich die erste Fähre nach Rottnest Island zu erwischen. Der Jetlag saß noch tief in den Knochen und so nahmen wir ziemlich zerknautscht unsere Leihfahrräder am Kassenhäuschen des Fährunternehmens Rottnest Fast Ferries entgegen.

Nach einer kleinen Fahrrad-Testfahrt auf dem Hafenparkplatz durften wir auch schon auf die Fähre und genossen die Überfahrt inkl. herrlichem Sonnenaufgang.

Angekommen im kleinen Hauptort der Insel – Thomson Bay – schnappten wir unsere Fahrräder und fuhren zum Visitor Center, um uns eine Karte der Insel zu besorgen. Da die Menschenmassen immer größer wurden, vertrödelten wir mit der Suche einer passenden Route nicht viel Zeit und radelten einfach drauf los.

Je weiter wir uns von Thomson Bay entfernten, desto leerer und schöner wurde die Umgebung. Doch von den Quokkas war noch keine Spur zu sehen.

Quokkas, weiße Strände, Wilde Küsten, Pinke Seen und Bahngleise

Die Sonne brennt unaufhörlich auf die Haut und die Fahrräder mit ihren drei Gängen haben es oft sehr schwer gemacht, in dem hügeligen Terrain voran zu kommen.

Die ersten Meter unserer Tour führten vorbei an wunderschönen weißen Sandstränden. Immer wieder entdeckten wir ein neues Postkartenmotiv, machten einen Zwischenstop und genossen die Aussicht.

Quokkas

Quokkas

Nach einer kleinen Verschnaufpause an einem der kleinen Shops der Insel, ging es weiter ins Inselinnere. Vorbei an pink schimmernden Salzseen, Dünenlandschaften, kleinen Wäldern bis zum Wadjemup Leuchtturm.

Da es auf der Insel so gut wie keine Schattenplätze gibt, wurde es immer heißer und heißer. Wir waren froh eine Mütze, ausreichend Wasser und Sonnencreme dabei zu haben. Die hügelige Landschaft verwandelte den Ausflug in ein wahres Sport-Event. Doch unser Ziel, ein tolles Foto von Quokkas zu ergattern, war noch nicht erreicht.

Quokkas

Quokkas

Quokkas

Kurz nach unserem Besuch am Leuchtturm, entdeckten wir ein kleines Waldstück inkl. Picknick-Tisch. Perfekt, um eine längere Pause zu machen und mal was zu essen. Gerade war der Tisch gedeckt, hüpfte etwas im Gebüsch herum und da waren sie, die Quokkas. Wir haben uns so gefreut, dass wir vor Aufregung das Essen vergaßen. Die Tierchen waren einfach zu niedlich und wir konnten es nicht lassen, ein Bild nach dem anderen zu schießen. Am liebsten hätten wir sie alle eingepackt.

Quokkas

Nach einiger Zeit hatten die Quokkas dann kein Interesse mehr an uns und hüpften zurück ins Dickicht. Später zeigte sich dann auch warum sie keine Lust mehr hatten, für unsere Fotos Modell zu stehen. Wir haben sie nicht gefüttert. Das Quokka ist sehr schlau und weiß genau, dass es bei Touristen jede Menge zu essen gibt. So haben wir die nächsten Tierchen meist an Aussichtspunkten, Picknick Areas, Restaurants oder Mülltonnen entdeckt. Viele Touristen locken die Tiere mit Nahrung an, um ein hübsches Foto zu bekommen.

Wir waren darüber sehr verwundert, da man vorab Informationen erhielt, dass es sehr ungesund für die Tiere ist und diese sogar sterben können. Allerdings gibt es kaum Warnhinweise auf der Insel. Auch das Streicheln der putzigen Quokka ist verboten. Die Tiere nehmen durch die menschlichen Berührungen unsere Gerüche an und können dadurch aus ihren Gruppen verstoßen werden.

Frisch gestärkt sollte es nun zurück zur Küste gehen. Wir hatten genug vom heißen Innland und wollten nur noch ins Wasser. Fix die Karte gezückt, Route entdeckt, los gedüst und NIE DORT ANGEKOMMEN!

Ja, wir waren zu blöd uns zu orientieren. Plötzlich standen wir auf einem Berg mit einer historischen Verteidigungsanlage aus dem 2. Weltkrieg. Die Aussicht war echt schön und die Geschichte der Anlage sehr interessant, dennoch wollten wir zum Meer. Nochmal die Karte gezückt, doch es war kein direkter Weg ausfindig zu machen. Dann entdeckten wir einen kleinen Pfad und es sah so aus als würde dieser genau in die Richtung führen in die wir ursprünglich wollten. Der Pfad war zwar für Fahrräder gänzlich ungeeignet, dies hatte uns aber nicht davon abgehalten die Fahrräder einfach zu schieben.

Glücklich das der sandige Weg bergab führte, liefen wir einfach immer weiter. Vorbei an kleinen Wäldern, Grasbüscheln, hüpfenden Quokka. Bis, JA, bis es wieder bergauf ging und wir nach ein paar Schritten vor alten Bahngleisen standen. Die Ironie an dieser Strecke war der fantastische Blick auf das Meer von dort oben und das wir nach einer Stunde Suvival Training am gleichen Punkt wieder ankamen, an dem wir gestartet waren.

Quokkas

Quokkas

Ende gut, alles gut – Das Meer hat uns wieder

Wir haben es zu guter letzt dann doch wieder an die Küste geschafft und noch ein paar schöne Stunden am Strand verbracht. Sogar unsere kleinen Quokka Freunde leisteten uns noch Gesellschaft und so war das Chaos der vergangenen Stunden schnell verblasst.

Schon verblüffend. Da hat man schon so viele Orte in seinem Leben erkundet und verläuft sich ausgerechnet auf einer nur 11 km langen Insel. Das muss man erstmal hinkriegen.

Quokkas

Quokkas

Infos & Tipps für dein Quokka Abenteuer auf Rottnest Island

  • Anreise: Von einem der Bootsanleger in Perth oder Fremantle besteht die Möglichkeit mit der Fähre früh morgens nach Rottnest Island und nachmittags wieder zurück zu fahren. Infos und Preise findest du auf der Website der Fährunternehmen, wie z.B. Rottnest Fast Ferries oder Rottnest Express. Da ein Ausflug zur Insel sehr beliebt ist, solltest du am Besten dein Ticket vorab online buchen. Die Unternehmen bieten unterschiedliche Pakete an und so kannst du ein Fahrrad oder eine Schnorchelausrüstung gleich mitbuchen.
  • Transport vor Ort: Am schönsten ist es, die Insel mit dem Fahrrad zu erkunden. Dabei erlebst du definitiv am meisten, hast ausreichend Zeit an den einzelnen Stationen deiner Route und bleibst flexibel. Solltest du kein Fahrrad zum Fährticket dazu gebucht haben, kannst du problemlos eins direkt auf der Insel leihen.
    Alternativ kannst du dich mit dem Bus von einem Aussichtspunkt zum nächsten fahren lassen.
  • Verpflegung: Auf der Insel gibt es nur wenige Shops und Restaurants. Während du in der Gegend rund um den Hafen super versorgt wirst, findest du im Inselinneren nur wenig Möglichkeiten etwas zu trinken oder zu essen zu kaufen. Packe daher genug Proviant ein.
  • Sonnenschutz: Es gibt auf der Insel kaum Schatten. Die meiste Zeit wirst du der prallen Sonne gnadenlos ausgesetzt sein. Packe unbedingt einen Hut, eine Sonnenbrille und eine gute Sonnencreme ein.
  • Pullover: Ja, du ließt richtig. Packe auch einen Pullover ein. Auf der Fähre ist es morgens noch sehr frisch und nachmittags wird die Klimaanlage so hoch gedreht, als hätte man das Gefühl in einem Kühlschrank zu sitzen.
  • Schütze die Quokkas: Auch wenn man die Tierchen füttern, drücken, knuddeln und einpacken möchte, sollte man nichts davon tun. Auch ohne Futter haben wir tolle Fotos geknipst und viel Spaß beim Beobachten der Tiere gehabt.
Quokkas

Warst du auch schon auf Rottnest Island und hast Quokkas entdeckt?

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Yvi & Markus

Westaustralien ist Heimat von so vielen Tieren, dass du beinah täglich einem von ihnen begegnest. Ein weiteres Highlight auf unserer Route war das Schwimmen mit Walhaien. Es gibt wohl kaum ein anderes Tier auf der Welt, das die Realität so schnell ausser Kraft setzt.

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Von |2018-10-16T11:32:41+00:0021.08.2018|Abenteuer & Outdoor, Australien, Ozeanien|0 Kommentare

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